Spielbericht

SV Neusorg - DJK Seugast 3:0 – Seugast weiterhin sieglos

Donnerstag, 14. April 2022

Was die Verantwortlichen für die Mannschaft bereits anlässlich der Winterpause gewusst und als Szenario vorhergesagt haben, tritt nun ein: Die DJK wird kaum mehr Spiele gewinnen können und daher in der Tabelle langsam nach hinten durchgereicht werden. Kein Wunder also, dass sich auch der SV Neusorg für die 3:1-Hinspielniederlage in Seugast am siebten Spieltag (04.09.2021) relativ klar revanchieren konnte. Dabei konnte das Häuflein Fans und Betreuer – sie ließen sich an den fünf Fingern einer Hand abzählen –, das am Donnerstagabend die weite Fahrt nach Neusorg auf sich genommen hatte, nahezu den gleichen Matchverlauf wie am Spieltag zuvor in Reuth beobachten: Die Mannschaft hielt lange Zeit mit, kann sich aber für ihren Kampfgeist und Einsatzwillen nicht belohnen. 3:0 lautete daher das klare Endresultat zugunsten der „Neisorcher“.

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Dabei ist der Spielbericht als solcher schnell erstattet: Seugast spielte eine Halbzeitlang sehr geordnet und machte die Räume dicht. Der überlegene SV fand deshalb lange Zeit kein Mittel, den Abwehrriegel der DJK zu knacken, worüber die Spieler der SV bereits hörbar miteinander zu hadern begonnen hatten. Hätte daher einer der Nadelstiche, die die DJK Seugast im Angriffsspiel setzte, zum Torerfolg geführt, wäre ein Remis oder gar ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Allein, Jiri Roztocil, der einmal mehr die einzige Sturmspitze der DJK geben musste, ist halt alles andere als ein Goalgetter. Seine Doppelchance unmittelbar vor der Halbzeit – jeweils aus aussichtsreicher Position – führte daher leider zu keinem Treffer. Zunächst ging sein Schuss aus aussichtsreicher Position knapp vorbei, ehe er kurz danach einen Heber über den herauseilenden Keeper Wedlich, aber halt leider auch knapp über das leere Gehäuse des Gastgebers, setzte.

So kam nach dem Seitenwechsel das, was kommen musste: Seugast agierte einen Tick offensiver. Gleichzeitig aber ging darüber die Ordnung im Abwehrriegel verloren, was natürlich auch dem Dauerdruck des SV geschuldet war. Die erforderliche hohe Laufleistung führte zum Kräfteverschleiß mit der Folge von Unkonzentriertheiten und individuellen Fehlern. Dem SV genügten somit zehn Minuten, um zwischen der 64. und der 74. Spielminute drei Tore zu erzielen und alles klarzumachen. So hätte auch ein Pfostentreffer, den Thomas Wurzelbacher nach einem sehenswerten Solo auf der linken Angriffsseite noch für sich verbuchen konnte, allenfalls zur Ergebniskorrektur geführt.

Und ansonsten? Immer das Gleiche! Während Gästetrainer Matthias Müller aus einem Kader von 30 einheimischen Spielern schöpfen kann, was sich in sechs Spielern auf der Bank und fünf Einwechslungen widerspiegelte, konnte Abdel-Haq gerade einmal 13 Leute aufbieten, wobei Thomas Wurzelbacher erst in der zweiten Halbzeit zum Team gestoßen ist. Immerhin: Zwei Winterneuzugänge gaben in Neusorg ihr Debüt im DJK-Dress – Michelle alias „Mitch“ Pscherer (von der SpVgg Pirk) und der Gambier Kebba Jagne (von der DJK Neuhaus gekommen). Pscherer befand sich bereits im Startaufgebot und spielte in der Innenverteidigung, während Jagne in den letzten zehn Minuten für Felix Lehner in die Partie gekommen ist.

Am Ostermontag hat Seugast die Reserve des FC Weiden-Ost zum Gast. Vielleicht ist dies eine der wenigen noch verbleibenden Chancen, die Negativserie, die das Team von Kapitän und DJK-Vorstand Tobias Oheim derzeit über sich ergehen lassen muss, zu stoppen. Allerdings macht allein schon der Umstand, dass die DJK im Vorfeld einer Partie gegen eine Mannschaft, gegen die man in der Hinrunde auswärts noch ein Schützenfest im zweistelligen Bereich feiern durfte, etwas „Hoffnung schöpfen“ darf, klar, wie dramatisch sich die Kräfteverhältnisse zuungunsten der DJK verschoben haben. Die Gründe hierfür sind hinlänglich bekannt und brauchen daher an dieser Stelle nicht wiederholt zu werden. Allerdings handelt es sich hierbei schon um ein Thema, dass demnächst grundsätzlicher Überlegungen im Verein bedarf und mit dem sich die neue Vorstandschaft vordringlich auseinanderzusetzen hat.

Wichtig wäre ein Sieg gegen die Ostler alleine schon deshalb, um den (verständlichen) Frust derjenigen Spieler, die der DJK noch die Treue halten, zumindest etwas eingrenzen zu können. Auch die Zuschauer und Fans der DJK Seugast sind aufgefordert, die schwierige Situation anzunehmen und die Mannschaft anzufeuern und ihr somit nach Kräften zu helfen. Diejenigen Spieler, die am Ostermontag auflaufen, hätten diesen – im fußballerischen Neudeutsch gesprochen – „Support“ mehr als verdient.

Reinhold Koppmann

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