Spielbericht SG Sorghof/Vilseck

Knapper Sieg, viel Wirkung – Vorsprung ausgebaut

Samstag, 23. Oktober 2021

Hatte sich die DJK mit 2:1 im Hinspiel gegen die SG Sorghof/Vilseck denkbar knapp behauptet, so reichte dem Tabellenführer zum Rückrundenauftakt am vergangenen Samstag gegen den Lokalrivalen gar „nur“ ein Tor, um alle drei Punkte in Seugast behalten zu können. Seine ganze Wirkung entfaltete der 14. Saisontreffer von Torjäger Patrik Vyleta indessen erst am Sonntag, ist doch der TSV Reuth, bis dahin ärgster Verfolger der DJK, in Neustadt/Kulm nicht über ein mageres 1:1 Remis hinausgekommen. Seugast konnte somit seinen Vorsprung in der Kreisklasse West (wieder) auf fünf Punkte ausbauen.

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Dabei ist der „Punktverlust“ des TSV beim Tabellenneunten, Neustadt/Kulm, durchaus als Überraschung anzusehen, sind doch die „Reuther Überflieger“ – so der Jargon in der Vorberichterstattung zu dieser Begegnung durch den BFV – als klarer Favorit in dieses Match gegangen, zumal die Schützlinge von Werner Eisenhut zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen hatten. Nun, nur kurz zur Erinnerung: Die DJK hatte vor ihrer Partie gegen Neustadt/Kulm neun Spiele in Serie gewonnen und dann bekanntermaßen alle drei Punkte am Fuße des Rauhen Kulm liegen gelassen – Anlass zur Häme hat man in Seugast demnach nicht.

Die Geschichte des 1:0 gegen Sorghof/Vilseck ist rasch auserzählt: Der spielentscheidende Treffer fiel bereits in der 19. Minute. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld spielte Alex Mabi mit Vyleta in sehenswerter Weise Doppelpass, wodurch die gesamte Gästeabwehr ausgehebelt worden ist. Und so in Szene gesetzt, ließ sich Vyleta auch gar nicht lange bitten: Mit dem Ball am Fuß dem Sorghofer Gehäuse zuzueilen, Gästekeeper Hänsch auszugucken und den per platzieren Abschluss ins Toreck keine Abwehrchance zu lassen – solche Aktionen laufen bei Vyleta in Sekundenschnelle mit der Präzision eines Uhrwerks ab, wie man es seitens der Seugaster Fans schon des Öfteren bewundern durfte. Die Hausherren hatten jedoch zuvor schon gute Chancen ausgelassen, sodass die Führung – selbst zu diesem relativ frühen Zeitpunkt – bereits hoch verdient war.

Sorghof/Vilseck hingegen brauchte bis zur 32. Minute, ehe der erste Schuss aufs Seugaster Gehäuse kam. Dabei „rutsche“ der DJK-Abwehr ein hoher Ball durch, weshalb ein Akteur der Gäste zum Abschluss gelangte, wobei sein Schuss allerdings direkt auf Keeper Bouzek kam, der somit keine Schwierigkeiten hatte, den Ball zu halten.

Nach dem Seitenwechsel wusste die SG Sorghof/Vilseck insbesondere durch ihre enorme Kampfkraft zu überzeugen. Insofern verlangte der Tabellenzehnte dem Spitzenreiter (wieder) alles ab und agierte auf Augenhöhe. Was dem Team von Gästetrainer Kreuzer allein fehlte, war jedoch die Durchschlagskraft im Sturmspiel. So vergab Lukas Weiß in der 72. Minute noch die beste der wenigen Chancen der SG. Auch dabei erwies sich Torwart Bouzek allerdings auf der Hut, weswegen er den platzierten Schuss von Weiß parieren konnte.

Unter dem Strich hätte sich Sorghof/Vilseck in Seugast durchaus einen Punkt verdient gehabt. Das allerdings hätte sich der Gastgeber bei seiner Niederlage am Vorsonntag auch. Insofern wird man – mit der Seugaster Vereinsbrille auf der Nase – von „ausgleichender Gerechtigkeit“ sprechen können. Freilich muss der objektive Betrachter der Truppe von Spielertrainer Aki Abdel-Haq schon auch zugestehen, dass sich ihre Abwehr in dieser Saison eben nur sehr schwer überwinden lässt. Und somit langt halt bestenfalls auch nur ein Tor, um drei Punkte aufs Konto überwiesen zu bekommen. Wenngleich sich der „mentale Akku“ im DJK-Team unübersehbar zu leeren beginnt, gilt es für die Mannschaft beim nächsten Lokalderby, das bereits kommenden Sonntag um 14 Uhr (!) beim FC Kaltenbrunn auf dem Spielplan steht, nochmals alle Kräfte zu mobilisieren. Schön wäre es, würden die Seugaster Fans die DJK in Kaltenbrunn – wie schon so häufig in der Vergangenheit – durch ihre zahlreiche und gleichermaßen lautstarke Präsenz unterstützen.

Reinhold Koppmann

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