Spielbericht

Frustbewältigung in Seugast – Kantersieg gegen Traßlberg II

Für die Frustbewältigung einer Fußballmannschaft gibt es nur eine wirksame Gruppentherapie namens Kantersieg. Diesen musste am vergangenen Sonntag der SVL Traßlberg II bei seinem Auswärtsspiel in Seugast über sich ergehen lassen, wurden doch dem Tabellenschlusslicht sage und schreibe acht Gegentreffer in Seugast eingeschenkt. Dabei betätigten sich – um in diesem Bild zu bleiben – Patrick Grünbauer, Eugen Baumbach und Jan Sedlak als effektive „Verhaltenstherapeuten“, indem sie jeweils zwei Tore erzielten und somit ihre Mannschaft wieder mit dem Mut und der Zuversicht erfüllten, die dem Team nach dem „dürftigen“ Kirwaheimspiel (1:1 gegen den TSV Kümmersbruck) urplötzlich verloren gegangen waren. Gleichzeitig betrieb die Mannschaft wirkungsvoll Wiedergutmachung bei ihren Fans für deren herbe Enttäuschung zur Kirwa. Gewissermaßen das i-Tüpfelchen auf einen rundherum gelungen Fußballnachmittag setzten Thomas Wurzelbacher (4:0 in der 59.  Spielminute) und Torwart Michael Jakusevic (8:0 per Elfmeter in der 85. Spielminute) mit ihren jeweils ersten Saisontoren.

Dabei hatte Spielertrainer Gabi Schimon schon anlässlich der mentalen Vorbereitung der Mannschaft vor Spielbeginn tief in die Trick- und Motivationskiste gegriffen und die Spieler mit neuen taktischen Aufgaben betraut: Thomas Wurzelbacher rückte wieder auf seine „angestammte“ Verteidigerposition rechts außen in die Mannschaft, nachdem Markus Lang – sehr zum Leidwesen des Teams – nach einem Bruch der Zehe (zugezogen im Spiel gegen Kümmersbruck) wieder ausgefallen ist. Seine Position im defensiven Mittelfeld wurde von Stefan Schote übernommen. Schimon selbst rückte vom Flügel auf die Zehnerposition – also hinter die Spitzen – ein. Tomas Sindelar wurde deshalb noch weiter vorgeschoben und spielte Mittelstürmer. Eugen Baumbach wich auf den Flügel aus.

Dieses Konzept ging insofern voll auf, als dass der an diesem Tag äußerst agile und laufstarke Patrick Grünbauer bereits in der sechsten Minute das 1:0 erzielte und Eugen Baumbach mit einem Doppelpack (28./30. Spielminute) zur beruhigenden 3:0-Pausenführung nachlegte. Leider verletzte sich Sindelar in 35. Minute sehr schwer und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Adrian Graf in die Partie, der seine Sache gut machte. Anlässlich der Pause blieb Felix Lehner in der Kabine, nachdem er mit einer leichten Erkältung in die Partie gegangen war und sich bis dahin verausgabt hatte. Für ihn kam Jan Sedlak in das Spiel, der die Tore zum 5:0 (74. Minute) und zum 7:0 (80. Minute) markierte.

Dazwischen hatte Patrick Grünbauer mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 78. Minute das 6:0 erzielt. Vereinbarungsgemäß kam Sven Steen in der 75. Spielminute als dritter Einwechselspieler für Roman Schmidt in die Partie. Mit diesem Wechsel würdigte Trainer Schimon ausdrücklich den Trainingsfleiß und den damit verbundenen Ehrgeiz von Sven Steen, der zudem – mit seinem ihm eigenen Humor und Witz – sehr viel zum positiven Wohlfühlklima in der Mannschaft beiträgt. Sven machte seine Sache gut und zeigte sich nach dem Spiel auch sehr zufrieden.

Roman Schmidt und Kapitän Tobias Oheim gaben sich in der Innenverteidigung keine Blöße und sorgten im Verbund mit Torwart Jakusevic dafür, das Traßlberg nahezu chancenlos blieb. Jiri Rotztocil überzeugte durch seine Kampfkraft. Gabi Schimon und Thomas Wurzelbacher zeigten sich sehr flexibel: Gabi Schimon, indem er zuletzt in der Innenverteidigung (für Roman Schmidt) agierte, und Wurzelbacher, indem er nach der Einwechselung von Graf rechts offensiv das Sturmspiel der DJK mit anschob und dabei – wie schon erwähnt – seinen ersten Treffer in der A-Klasse erzielte.

Michael Dotzler und Patrick Pushard komplettierten die Auswechselbank der DJK und sorgten mit ihrer Präsenz dafür, dass Schimon auf jede Spielsituation hätte angemessen reagieren können. Hut ab davor, dass sich beide klaglos in den Dienst der Mannschaft gestellt haben.

Reinhold Koppmann

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