DJK-Aktuell

Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown?

Mittwoch, 17. Februar 2021

Um die wohl interessanteste Frage, nämlich wie es – nicht nur bei Sportvereinen – weitergehen soll, drückt sich jeder verantwortliche Politiker. Allerdings können wir vielleicht den Blick in die Vergangenheit zu Hilfe nehmen, um spekulieren zu können, wie 2021 für die DJK Seugast verlaufen könnte.

März 2020: Wie soll die DJK mit der neuen Situation umgehen?

So stand am Anfang der Corona-Krise auch innerhalb des DJK-Teams keinesfalls fest, ob der Verein – wie viele andere Organisationen – den Weg eines „freiwilligen Stillstands“ gehen oder ob er alle Lockerungen „mitnehmen“ werde. Schließlich bestand ja damals auch noch die Hoffnung, dass sich die Pandemie nach einigen Wochen in Luft auflösen könnte – also könne man ja so lange ausharren.

Nachdem noch der Hausfasching und eine Wahlparty am 15. März 2020 gefeiert wurden, herrschte zwei Tage später Schicht im Schacht und seither ist nichts, wie es einst war: Das Sportheim durfte nicht mehr öffnen und der Sportbetrieb musste ebenfalls komplett eingestellt werden. Ab 20. März herrschten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Es ging sogar so weit, dass eine „übereifrige“ AZ-Redakteurin selbst das Rasenmähen von Sportplätzen für ordnungswidrig erklärte.

Der Vatertag als Generalprobe für die künftigen Veranstaltungen

Nach einigen Wochen allerdings funktionierte auch die Kommunikation innerhalb des Vereins wieder besser und die DJK hielt ihre Ausschusssitzungen per Videokonferenz, bei der offensichtlich wurde, dass die DJK Seugast „aufsperrt“, sobald möglich. Erste Lockerungen ließen bis Mai auf sich warten: Erst zur Christi-Himmelfahrtswoche durften Freischankflächen öffnen – wohlgemerkt nur bis 20 Uhr und unter Auflagen („15-Meter-Aiwanger-Biertisch“ etc...). Es bedurfte auch bei der DJK Seugast etliche Diskussionen und ein Hin und Her, aber letztendlich trauten sich die Verantwortlichen zu, das geforderte Hygienekonzept auszuarbeiten und einzuhalten und somit einen Biergartenbetrieb am Vatertag erfolgreich durchzuführen.

Dass uns das Thema „Hygienekonzept“ von nun an bis zum heutigen Tag begleiten würde, hat niemand geahnt. Letztendlich hat sich aber die Generalprobe am Vatertag gelohnt, denn von nun an war klar: Das Konzept funktioniert – außerdem bleibt uns bis auf einen finanziellen und gesellschaftlichen „Konkurs“ ohnehin keine große Alternative, denn die laufenden Kosten für Instandhaltung und Unterhalt der Sportplätze bleiben: So konnte auch der Lockdown nicht verhindern, dass sich zum Beispiel die Pumpe unserer Beregnungsanlage verabschiedet hat.

Ein Lockdown verhindert weder Reparaturen noch Pflegemaßnahmen

Somit waren Mai und Juni davon geprägt, diese Pumpe auszutauschen und die Sportplätze wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei wurde auch dieses Jahr dem B-Platz abermals mehr Aufmerksamkeit geschenkt: Dieser wurde von der Firma Adam aerifiziert und gesandet, beim A-Platz genügte das Besanden. Somit wurden im B-Platz über die letzten zwei Jahre etwa 120 Tonnen Quarzsand eingearbeitet, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Die Verbesserung war deutlich zu sehen, sie ist aber primär auch der Pflege durch die Platzwarte zu verdanken.

Der Sommer kam, aber der Spielbetrieb blieb untersagt und so langsam musste die Sportwoche organisiert werden. Allerdings traute man sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu, eine Veranstaltung im Bierzelt durchzuführen. Deshalb der Plan: Das Sommernachtsfest wird auf Juli vorverlegt und bei Schlechtwetter spontan verschoben. Glücklicherweise herrschte am 25. Juli das perfekte Wetter für ein perfektes Sommernachtsfest. Wer's verpasst hat, der darf sich ruhig ärgern.

Mit Flexibilität gegen die fehlende Strategie aus München und Berlin

Leider gab es hinsichtlich größerer Veranstaltungen und Sportbetrieb keinerlei Lockerungen, also musste auch die bis in den August hineingeschobene Sportwoche abgesagt werden. Stattdessen wurde auf Freitag, 21. August, das Weinfest gelegt – im Freien und ohne Sportwoche.

Erst Mitte September – nach Androhung einer Klage durch den BFV gegen die Landesregierung – durfte in Bayern als letztes Bundesland der Spielbetrieb auch im Amateurfußball wieder fortgesetzt werden, nachdem er z.B. in den Nachbarländern Baden-Württemberg und Hessen bereits seit Juli wieder erfolgte. Es blieben gerade mal vier Spieltage für die Erste Mannschaft der DJK Seugast mit ihrem neuen Trainer Abdel-Haq Akram, der zum Jahreswechsel 2019/20 engagiert wurde. Dabei konnte das neue Team drei Siege (5:0 gegen Kulmain, 3:1 gegen W'eschenbach, 5:0 gegen K'demenreuth) einfahren, nur in Reuth musste es mit einer 1:3-Niederlage drei Punkte lassen.

Kurz vorm Lockdown II von der Kirwa in die Winterpause

„Was mach ma zur Kirwa?“, war die nächste Frage, die es zu beantworten galt, denn nach Ausfall unseres Oktoberfests sollte das Sportheim nicht auch noch zur Kirwa komplett geschlossen bleiben. Allerdings sei es Mitte Oktober schlicht und ergreifend nicht möglich, eine Veranstaltung im Freien zu halten, so waren sich die Verantwortlichen einig. Eine weitere Schwierigkeit brachte der Spielplan mit sich: Die DJK Seugast wurde zum Kirwa-Wochenende bereits in die Winterpause geschickt.

Die Lösung: Wie alle anderen Gastronomiebetriebe öffnet der Verein das Sportheim mit entsprechendem Tischabstand, Lüftung, Maske und Hygienekonzept. Glücklicherweise sagten die Freunde vom FC Freihung dem Kirwa-Derby zu. Am Kirwamontag, 19. Oktober, fand dann auch die letzte Veranstaltung statt. Einige Tage später wurde der Lockdown II beschlossen.

Wie's weitergehen könnte? Siehe Anfang!


Florian Siegert

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