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Drei Punkte auf heimischem Rasen

Am Mittwoch, den 15. August 2018, war es endlich so weit: In ihrem dritten Spiel in der A-Klasse Nord konnte die DJK Seugast gegen den SV Inter Bergsteig erstmals einen Sieg erzielen und die damit verbundenen drei Punkte einfahren. Wenngleich der Sieg gegen Inter mit 4:0 deutlich ausgefallen ist, hatte Seugast im Vorfeld der Partie keinerlei Veranlassung, den Gegner zu unterschätzen. Immerhin kam Bergsteig mit der Empfehlung eines Tabellendritten nach Seugast, hatten die Gäste doch schon sechs Punkte (aus drei Spielen) erreicht. Seugast indessen hatte sich bis dahin noch nicht mit Ruhm bekleckert und stand als Tabellenelfter (zwei Punkte) schon unter Zugzwang. Im Falle einer Niederlage hätte es der Mannschaft gedroht, bereits in der Anfangsphase der neuen Saison den Anschluss zu verlieren.

Seugast war daher voll auf Sieg programmiert und drückte den Gegner von Spielbeginn an in dessen eigene Hälfte zurück. Dabei zeigte sich jedoch wiederum das gleiche Manko, wie es schon in den beiden ersten Saisonspielen (1:1 gegen Kümmersbruck und 2:2 gegen Traßlberg) des Teams zu sehen gewesen war: Seugast spielte viel zu umständlich und verkrampft. Es kam kein Spielfluss zustande. Zusammenhängende Spielzüge über drei, vier Stationen waren wegen der fehlenden Abstimmung und Harmonie nicht zu sehen. Somit blieb vieles Stückwerk, mit der Folge, dass die Offensivkräfte versuchten, mit Einzelaktionen zum Zuge zu kommen. Da jedoch die gegnerische Abwehr gut zusammenstand und die Räume eng machte, hatte Inter keine größeren Schwierigkeiten, die Seugaster Angriffsbemühungen zu verteidigen. Zwingende Chancen konnte sich die DJK daher in der ersten Halbzeit nicht herausspielen. In seiner Pausenansprache setzte Trainer Schimon darauf, dass die gegnerischen Spieler konditionelle Probleme bekommen würden und Seugast nur „dranbleiben“ müsse. Man müsse jedoch Ruhe bewahren und dürfe nicht (weiter) in Hektik verfallen.

Mit dieser Analyse lag der Trainer – wie der Verlauf der zweiten Halbzeit zeigen sollte – „goldrichtig“: In der 55. Minute konnte Eugen Baumbach eine scharfe Hereingabe von Schimon über links aufnehmen. Sein Schuß aus kurzer Distanz wurde jedoch geblockt, wobei der Abpraller zum mitaufgerückten Jiri Roztocil gelangte, der den Ball aus einem unübersichtlichen Gewühl heraus über die Linie drückte. Nur wenige Minuten später wurde Daniel Seegräber im Strafraum der Gäste elfmeterreif gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Roztocil sicher zum 2:0. Bergsteig musste nun endlich seinen Abwehrriegel öffnen und offensiv werden, wollte die Mannschaft noch etwas Zählbares aus Seugast mitnehmen. Somit entstanden für die Seugaster Angriffsspitzen endlich mehr Räume, was sich Spielertrainer Gabi Schimon in der 75. Spielminute zunutze machen konnte. Durch ein perfektes Zuspiel von Jiri Roztocil gelangte Schimon in den Rücken der Abwehr und hatte, alleine auf den gegegnerischen Keeper zulaufend, keine Mühe, das Leder rechts unten zum 3:0 „einzulochen“, womit die Spielentscheidung gefallen war. Dem eingewechselten Jan Sedlak war es jedoch vorbehalten, den Treffer des Tages zu erzielen, indem er in der 85. Spielminute einen Freistoß aus ca. 25 Meter Entfernung verwandelte. Dabei düpierte er den gegnerischen Torwart mit einem Kunstschuss in den rechten Torwinkel. Die in der zweiten Halbzeit eingewechselten Schill, Graf und Sedlak machten ihre Aufgabe allesamt sehr gut und sorgten nochmals für frischen Wind im Seugaster Spiel. Zum „Man of the Match“ indessen wurde Jiri Roztocil, der mit zwei Treffern und einem Assist maßgeblich zum umjubelten Heimsieg der Seugaster beigetragen hat.

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Back in Neunkirchen: Sonntag, 19. August 2018, 15 Uhr

Am Sonntag muss die DJK Seugast die schwere Auswärtshürde beim TSV Neunkirchen nehmen. Dabei dürften die beiden Spiele, die die DJK in der letzten Saison gegen den Weidener Vortortclub zu bestreiten hatte, allen Fans noch in lebhafter Erinnerung sein. Die stets leicht favorisierten Seugaster hatten zweimal große Probleme und konnten nur mit Mühe und Not jeweils ein Unentschieden erreichen. Unvergessen bleibt dabei wohl das 2:2 vom 15. April dieses Jahres, als Tomas Sindelar der DJK mit seinem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit die Meisterschaft rettete. Neunkirchen musste deswegen den unsicheren Weg über die Relegation nehmen, hat es aber – gleich der DJK Seugast – zurück in die A-Klasse geschafft. Hier konnten die Neunkirchener allerdings noch nicht recht Fuß fassen. Vier Niederlagen und null Punkte bei 3:11 Toren haben den TSV zum Träger der roten Laterne degradiert. Es braucht daher nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass Neunkirchen gegen den alten Mitkonkurrenten aus der gemeinsamen B-Klassen-Zeit alles unternehmen wird, um den ersten Sieg einzufahren und somit Anschluss in der Tabelle halten zu können.

Dabei ist Trainer Gabi Schimon die Spielweise des Gegners nur allzu gut bekannt. Der Gegner wird – aus einer kompakten Abwehr heraus – bevorzugt mit langen Bällen agieren, wobei dieses Spiel insbesondere auf den extrem kleinen Platz des Gastgebers optimal zugeschnitten ist. Andererseits werden die Seugaster Stürmer kaum Räume für Kombinationen bekommen, was die Sache nicht unbedingt leichter machen wird. Man darf daher als Zuschauer schon einmal gespannt sein, mit welcher taktischen Order Schimon dem Neunkirchener Spiel begegnen will.

Der Schlüssel zum Erfolg ist sicherlich in einem soliden Abwehrspiel zu suchen, wobei ein „zu Null“ natürlich ideal wäre. Im Sturm hat die DJK – an und für sich – genügend Potenzial, um immer einen Treffer zu machen. Allerdings können sich solche Überlegungen sehr schnell als „Milchmädchenrechnung“ erweisen, wie es die Spiele in Kümmersbruck und Traßelberg schon anschaulich vor Augen geführt haben. Es bleibt demnach nur an die Spieler zu appellieren, geschlossen als Mannschaft aufzutreten und hellwach zu sein. Die Stürmer dürfen bei sich bietenden Chancen nicht lange fackeln und müssen vielmehr konsequent den Abschluss suchen. Abwehrspieler dürfen sich keine individuellen Fehler leisten, was entsprechende Konzentration und klare Abwehraktionen erfordert. Bei langen Bällen ist ein sicheres Stellungsspiel gefragt. Keineswegs dürfen Bälle – weil falsch berechnet oder „unterschätzt“ – durchrutschen. Das Mittelfeld ist beim Defensivspiel gefordert, den Kampf um den „zweiten Ball“ – was ebenfalls eine Stärke im Neunkirchener Sturmspiel ist – aufzunehmen und mit der erforderlichen Gedankenschnelligkeit zu führen, um kurze Steilpässe in den Rücken der Seugaster Abwehrspieler nach Möglichkeit zu unterbinden.

Dass man Neunkirchen auch zuhause knapp (0:1 Etzelwang) oder klar (1:4 Freihung) besiegen kann, haben andere schon vorgemacht. Will Seugast gleiches erreichen, muss sich die Mannschaft allerdings nochmals deutlich steigern! Die Leistungen, wie sie phasenweise in der ersten Halbzeit gegen Bergsteig dargebracht worden sind, werden definitiv nicht ausreichen, um in Neunkirchen etwas zu holen. Mut indessen sollte dem Team die zweite Halbzeit gegen Inter machen: die Mannschaft kann (noch) Tore schießen und „zu Null“ spielen! Die Spieler und die Betreuer würde es freuen, würden ähnlich viele Seugaster Fans wie im April dieses Jahres den Weg nach Neunkirchen finden, um ihre DJK zu unterstützen.

Reinhold Koppmann

Info des Tages

Relegation zur KL: Entscheidung des Gegners (ob 1 od. 2 Plätze frei in KL) steht erst am Mittw. fest (wenn Tännesberg gewinnt, werden 2 Plätze frei). Spiel SG folglich erst Do, Fr oder Sa.

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