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Endspurt in der A-Klasse – Tür zur Relegation weit offen

Zum letzten Heimspiel an einem Sonntag empfängt Seugast die SG Gebenbach/Ursulapoppenricht III, wobei der Anstoß auf Wunsch der Gäste bereits um 13:00 Uhr erfolgt. Die noch folgenden beiden Partien der Saison 2018/19 werden sodann – zeitgleich für alle Mannschaften der A-Klasse – jeweils am Freitagabend um 18:30 Uhr angepfiffen. Für die DJK bedeutet dies, dass die Partie gegen Gebenbach/Upo III das erste von zwei Heimspielen in Folge ist. Am 10.05.19 hat man sodann noch den SV Michaelpoppenricht zu Gast, ehe die Saison am darauffolgenden Freitag, 17.05.19, bei den Eisenbahnern in Amberg abgeschlossen wird.

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Seugast hat drei Spieltage vor dem Saisonende als Tabellenzweiter drei Punkte Vorsprung auf den nächsten Verfolger, die DJK Ammerthal. Da Seugast den direkten Vergleich gegen seinen Namensvettern für sich behaupten konnte – und nur der entscheidet bei Punktegleichheit zum Saisonschluss über die Frage, wer die Relegation spielen darf – ergibt sich eine einfache Rechnung: Seugast muss sechs der noch möglichen neun Punkte holen, um Relegationsteilnehmer zu werden.

Wenngleich diese Ausgangssituation einen gewissen Luxus darstellt, so birgt sie dennoch mentale Risiken und Fallstricke, deren Gefahren sich mit dem Gemeinplatz vom Fell des Bären, das nicht verteilt werden sollte, ehe dieser erlegt ist, trefflich auf den Punkt bringen lassen. So z.B. bringt ein Unentschieden die Mannschaft am Sonntag nicht weiter! In diesem Fall bräuchte man nämlich immer noch zwei Siege (aus dann nur noch zwei Spielen), um den zweiten Tabellenplatz sicher behaupten zu können. Es muss daher schon der „volle Dreier“ her, will die Mannschaft nicht nochmals unter Zugzwang und Druck geraten. Mit dieser Forderung ist aber schon wieder ein Teil der Probleme beschrieben, mit der das Team diese Saison offenkundig zu kämpfen hatte: Fünf Unentschieden hat die DJK bislang eingefahren, darunter drei in Heimspielen.

Überhaupt hat Seugast die schlechteste Heimbilanz aller Spitzenmannschaften, was erstaunlicherweise selbst dann so bleiben wird, sollte die DJK die beiden noch ausstehenden Heimspiele gewinnen! Somit ist klar umschrieben, wo in Seugast der Schuh drückt: Die Mannschaft hat zuhause bereits zu viel Punkte liegen lassen, was sie nur durch ihre überragende Auswärtsbilanz kaschieren kann. Es führt hier nicht weiter, über die möglichen Gründe dieses offenkundigen Missverhältnisses zu spekulieren (nur dem Zufall sind sie nicht geschuldet!).

Viel wichtiger ist es, dass Trainer Schimon und seine Spieler für die beiden letzten Heimspiele diesen Umstand zur Kenntnis nehmen und die entsprechenden Rückschlüsse ziehen: Die Spannung muss unbedingt hochgehalten werden! Wenn die Mannschaft – und sei es auch nur im Unterbewusstsein – glauben sollte, Gebenbach III ist im Schongang zu schlagen, so hat sie bereits den ersten Fehler begangen. Die Gäste sind kein Übergegner. Sie wollen aber dennoch Ernst genommen werden. Und: Seugast wird den Gegner wohl kaum vom Platz schießen!

Sollte es daher von Spielbeginn an nicht so laufen, wie sich das der eine oder andere in seiner Fantasie ausgedacht hat, so sollte man Ruhe bewahren und sich weiterhin gegenseitig verbal unterstützen. Keinesfalls sollte es – wie es ja gegen Grafenwöhr bemängelt worden ist – zu Unmutsäußerungen oder gar zu offenem Streit kommen. Persönliche Kritik gehört in die Kabine und nicht auf den Platz! In personeller Hinsicht, sollte sich bei der DJK bis zum Sonntag die Situation wieder leicht entspannen. Fehlen wird weiterhin Stefan Schote. Thomas Wurzelbacher und Patrick Grünbauer indessen sollten wieder den Anschluss gefunden haben. Schön wäre es, könnten die Stürmer der DJK ihre „kleine Durststrecke“ überwinden und durch Torerfolge wieder Selbstvertrauen tanken – vor allem im Hinblick auf das schwere Spiel gegen Michaelpoppenricht.

An den Zuschauern liegt es, die Mannschaft auch dann zu unterstützen, wenn es einmal nicht so läuft. Die DJK kann mit dem Relegationsplatz den größten sportlichen Erfolg der 2000er Jahre erreichen. Grund genug also, dass sich Mannschaft und Fans einer guten Seugaster Tradition besinnen, wonach sie in Entscheidungsspielen immer zur Einheit geworden sind. Tritt dieser Fall (wieder) ein, wird Seugast Zweiter!

Spielbeginn bereits um 13:00 Uhr

Reinhold Koppmann

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